MTB-Tour nach Schottland, 25.-28.September 2009

Oktober 8th, 2009 von Susanne

4 Tage Schottisches Hochland – Talking, Biking, Sightseeing, Dining …

“Auf nach Schottland zum berühmten Loch Lomond! Nein, das war kein Reiseslogan von Studiosus, sondern der innere Ruf von 6 begeisterten Bikern des SC Heidenheim.

Der Ruf nach schottischem Hochland mit beeindruckender Seen- und Flusslandschaft, quer durch rauschende Wälder, hügelige Farmlandgebiete und nette Dörfer mit ihren Cottages, zwischen dem  größten See Schottlands, dem Loch Lomond und dem Loch Katrine.

Tag 1: Wir genießen die Gastfreundschaft von Stefan und Susanne Schraag

Ankunft am Flughafen Glasgow – „Da stehen sie schon!„. Stefan (Bruder von Uli) und Susanne Schraag heißen uns bei einem leckeren Mittagessen in den heimischen vier Wänden in Glasgow herzlich Willkommen. Beeindruckend schildern sie – von uns mit Fragen überflutet – über ihre ca. 5-jährige Lebenserfahrungen in Schottland. So waren wir von der ersten Minute an ganz nah dran an Land, Leuten und Kultur Schottlands. Anschließend bezogen wir Quartier im „Forth Inn“ in Aberfoyle, ca. eine Autostunde von Glasgow entfernt, inmitten des von diversen Golfplätzen umrahmten Loch Ard Forrest gelegen. Noch nicht mal alle Zimmer bezogen, standen wir bereits in den Radklamotten im „Cycle Hire“ und holten unsere Mieträder ab. Unsere mitgebrachten Klick-Pedale drauf geschraubt und los ging es – via Linksverkehr! – zur ersten eineinhalbstündigen Einradeltour im Loch Ard Forrest. Abends ließen wir es uns beim ersten hervorragenden schottischen Dinner (überwiegend „Loch-Fisch“) im Waterfront Restaurant, direkt am Ufer des Lake of Menteith schmecken und den Abend bei Gesprächen über Wirtschaft, Kultur und Politik Schottlands ausklingen.

Tag 2: Tour de „Kamelhügel“ (rd. 60 km)

Mit typisch schottischem Wetter gerechnet, doch mit überwiegend sonnigem Highland-Wetter belohnt, ging es am Tag 2 auf die erste Tagestour. Von Aberfoyle aus (ca. 25 m ü. NN.) überwanden wir ca. 300 Höhenmeter entlang des Dukes Passes, am Loch Venachar und Loch Archray vorbei bis zum „Trossachs Pier Visitor Center“ (ca. 120 m ü. NN.) am Südostufer des Loch Katrine gelegen. Von dort aus ging es entlang des malerischen und von Farnhainen umsäumten ca. 20 km langen Katrine-Ufers mal bergauf (auf ca. 350 m ü. NN.) und wieder bergab (auf ca. 100 m ü. NN.), weshalb wir die Streckenführung fortan „Kamelhügel“ (Humps) tauften, die es durch dieses stetige Auf und Ab in sich hatten. Immer wieder von kleineren Stopps unterbrochen, um die Landschaft und den Blick auf den Loch Katrine zu genießen, der zwischendurch von der SS Sir Walter Scott durchquert wurde, die seit 1899 über den Loch Katrine fährt. Den nördlichen Zipfel des Sees umrundet, machten wir Mittagspause in einem idyllisch gelegenen Tea House am Pier von Stronachlachar (ca. 120 m ü. NN.). Gut gestärkt traten wir den Rückweg an, der vorbei am Loch Arklet Reservoir und entlang des Loch Chon bis Kinlochard führte. Von dort aus ging es fast ausschließlich bergab und so ließen wir die Räder vorbei am Loch Ard und schließlich bis zu unserem Hotel in Aberfoyle schnellen. Dort ließen wir einen erfolgreichen Radeltag beim Bier, wohlschmeckendem schottischen Dinner und anregenden Gesprächen (Stefan Schraag brachte uns in spannender Weise immer wieder Schottland verbal näher!) ausklingen, ehe wir nach Einnahme unseres Schlummertrunkes (Whisky) und witzigen Männergesprächen matt in die Betten fielen.

Tag 3: Endlich zum Loch Lomond (rd. 50 km)

Mental hatten wir uns lange vor der Reise auf schottisches Wetter (Wind und Regen) eingestellt und jetzt war es soweit. Bei Nieselregen und starkem Gegenwind radelten wir am dritten Tag – nach Scrambled Eggs with Bacon – von Aberfoyle über Gartmore nach Drymen. Die Strecke führte über ca. 20 km stetig bergauf und entlang nicht enden wollender, saftig grüner Schaafheiden. Von Drymen aus fuhren wir einen typischen „Uli-Schraag-Sideway„, der deutlich spannender zu fahren war, da er über Stock und Stein und steil bergab führte, ehe wir die letzten Kilometer auf einem „ordinary Highway“ bis nach Balmaha fuhren und endlich am Ufer des berühmten Loch Lomond angekommen waren. By the way, der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² der größte See Schottlands. Dort kehrten wir im Oak Tree Inn ein, einem typischen schottischen See-Restaurant, dessen mit Fischereiutensilien und -bildern behangenen Wände eine urgemütliche Atmosphäre ausstrahlte. Bei Scottish Burgern, Suppe und Tee ließen wir für eine längere Zeit das Regenwetter Regen sein und radelten erst später auf nahezu gleicher Wegstrecke zurück bis zum Cycle Hire, wo wir unsere Mieträder wieder los wurden. Nach dem Abendessen mischten wir uns Im Pub unseres Hotels unter die begeisterten Besucher einer „Pub Quiz Night“ und versuchten eines der Teams tatkräftig zu unterstützen, was uns „Freunde fürs Leben“ bescherte.

Tag 4: Schluss mit Radeln – stattdessen Whisky & Co

Am Vormittag des vierten Tages traten wir mit etwas schwereren Beinen als gewohnt, die geführte Besichtigung der Whisky Destillerie Glengoyne an. Die Führung wurde mit einem Glas Whisky (Slainte Mhath – oder zum Wohl!) gestartet, ehe wir Zeuge der seit über 200 Jahren destillierten Single Malt Whiskys werden konnten. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir in einem Glasgower Golf Center, auf dessen Driving Ranch sich auch die Nichtgolfer versuchten. Resultat, einige Bälle getroffen, einen Schläger zerbrochen und später gut eingekauft. Schließlich ließen wir unsere Schottland-Radreise in einem fantastischen indischen Restaurant (dining in with Mother India) ausklingen, ehe wir am späten Abend wieder in Stuttgart landeten – nach einer rundum sportlichen und überaus harmonischen Tour!

Unser herzlichster Dank gehört Familie Stefan Schraag für die gelungene Organisation, den Shuttle-Service und die tollen Schilderungen über das Leben in Schottland!”

Jürgen Gleisberg

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